Aufhebung des Sanierungsgebietes Kloster und Webersiedlung

Bereits im April 1997 beschloss die Gemeindevertretung Kloster Zinna die f√∂rmliche Festlegung des Sanierungsgebietes ‚ÄěKloster und Webersiedlung‚Äú.
Damit war u.a. die Möglichkeit gegeben, Städtebaufördermittel in Anspruch zu nehmen und in das Gebiet zu investieren. Viele Gebäude in städtischer sowie privater Hand konnten damit teilsaniert oder saniert werden.  Auch die Sanierung und der Ausbau der örtlichen öffentlichen Straßen, Wege, Plätze und Freiflächen konnte damit realisiert werden.

Noch in diesem Jahr werden das Sanierungsgebiet und damit die Sanierungssatzung nun voraussichtlich aufgehoben. Dies bedeutet, dass die Sanierungsvermerke aus dem Grundbuch der jeweiligen Grundst√ľcke im Geltungsbereich gel√∂scht werden und damit weder St√§dtebauf√∂rdermittel zur Sanierung eingesetzt werden k√∂nnen, noch besondere st√§dtebauliche Regelungen im Gebiet gelten. Damit entf√§llt f√ľr die Eigent√ľmer*innen der Grundst√ľcke auch die Pflicht zur Einholung einer sanierungsrechtlichen Genehmigung nach ¬ß 144 Baugesetzbuch (kurz: BauGB) in aktueller Fassung.

Zu beachten ist jedoch, dass die Satzung der Stadt J√ľterbog zur Gestaltung der Webersiedlung Kloster Zinna (kurz: Gestaltungssatzung Kloster Zinna) in aktueller Fassung weiterhin g√ľltig bleiben wird.
Das bedeutet, dass die Eigent√ľmer*innen der Grundst√ľcke im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung Kloster Zinna auch k√ľnftig alle baugenehmigungsfreien baulichen Anlagen, die √§u√üere Gestalt eines Geb√§udes, Werbeanlagen und Einfriedungen betreffend bei der Stadt J√ľterbog beantragen m√ľssen. Dar√ľber hinaus gelten auch die Genehmigungspflichten und Regelungen des Denkmalschutzes √ľber die Untere Denkmalschutzbeh√∂rde des Landkreises Teltow-Fl√§ming nach Brandenburgischem Denkmalschutzgesetz (kurz: BgDSchG) in aktueller Fassung weiter.

Mit diesem Schreiben m√∂chten wir Sie nun darauf hinweisen, dass in den kommenden Monaten, oder wenigstens solange die Sanierungssatzung in der ‚ÄěKloster und Webersiedlung‚Äú noch gilt, letztmalig f√ľr Eigent√ľmer*innen die M√∂glichkeit besteht, von den erh√∂hten steuerlichen Abschreibungen nach Einkommenssteuergesetz (kurz: EStG) sowie einer F√∂rderung der Investitions- und Landesbank (kurz: ILB) zu profitieren.¬†So bietet das EStG nach ¬ß¬ß 7h, 10f und 11a die Option, f√ľr Modernisierungs- und Instandsetzungsma√ünahmen im Sanierungsgebiet ‚ÄěKloster- und Webersiedlung‚Äú Antr√§ge auf erh√∂hte steuerliche Abschreibungen zu stellen.
Voraussetzung ist aber grunds√§tzlich, dass vor Beginn der jeweiligen Bauma√ünahmen eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt abgeschlossen wird. Eine r√ľckwirkende M√∂glichkeit zur Anerkennung besteht leider nicht.
Ihr*e Steuerberater*in kann Sie hierzu beraten.

Eine steuerliche Absetzung nach ¬ß 7i EStG f√ľr Eigent√ľmer*innen von Einzeldenkmalen ist auch nach Aufhebung der Sanierungssatzung weiterhin m√∂glich. Eigent√ľmer*innen eines Denkmals haben mitunter erh√∂hte Instandsetzungskosten, da sie besondere Materialien oder Techniken anwenden m√ľssen. Dieser Mehrkostenaufwand und damit einhergehende m√∂gliche steuerliche Abschreibungsm√∂glichkeiten k√∂nnen durch das Finanzamt im Rahmen der Steuererkl√§rung gepr√ľft werden. Die Untere Denkmalschutzbeh√∂rde des Landkreises Teltow-Fl√§ming stellt entsprechende Bescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt aus.

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) f√∂rdert in Sanierungsgebieten Modernisierungs- und Instandsetzungsvorhaben wie auch Neubauvorhaben f√ľr Wohngeb√§ude. In Abh√§ngigkeit der Objektwirtschaftlichkeit k√∂nnen private Investitionen hierf√ľr durch umfangreiche zinsfreie Darlehen von bis zu 2.500 Euro je Quadratmeter Wohnfl√§che unterst√ľtzt werden. Je nach Art des Bauvorhabens ist auch ein Zuschuss von 350 Euro pro Quadratmeter Wohnfl√§che m√∂glich. Ein Teil der auf diese Weise gef√∂rderten Wohnungen unterliegt im Anschluss einer Belegungs- und Mietpreisbindung. Auch der Einbau eines Aufzugs sowie von m√∂glichst barrierefreien Zug√§ngen zu Wohnungen und Mietwohngeb√§uden werden durch zinsfreie Darlehen unterst√ľtzt. Voraussetzung f√ľr die F√∂rderung ist, dass mit dem Bauvorhaben noch nicht begonnen wurde. Die aktuelle F√∂rderrichtlinie der ILB gilt bis zum 31.12.2021.
https://www.ilb.de/de/wohnungsbau/darlehen/mietwohnungsbau-neubau/

Sollten Sie also zeitnah bauliche Ma√ünahmen an Ihrem Geb√§ude durchf√ľhren wollen, z√∂gern Sie nicht, das Bauamt der Stadt J√ľterbog oder den beauftragten Sanierungstr√§ger, die DSK GmbH, zu kontaktieren.

Hier können Sie auch alle erforderlichen Formulare oder weitere Informationen erfragen.

Ansprechpartnerin bei der Stadt J√ľterbog:
Frau Franziska K√ľhner
Stadtsanierung, Städtebauförderung
Stadtverwaltung J√ľterbog

Tel.: 03372 463 354
E-Mail: bauamt@jueterbog.de

Kontakt

Stadt J√ľterbog
Bauamt
Franziska K√ľhner
Stadtsanierung, Städtebauförderung
Mönchenkirchplatz 1
14913 J√ľterbog

Tel.: 03372 463354
E-Mail: bauamt@jueterbog.de

Treuh√§nderischer Sanierungstr√§ger der Stadt J√ľterbog
DSK GmbH
Tania Gianneli
Gertraudenstr. 20
10178 Berlin

Treuh√§nderischer Sanierungstr√§ger der Stadt J√ľterbog
Bruckbauer & Hennen GmbH
Anja Bruckbauer
Schillerstraße 45
14913 J√ľterbog

B.B.S.M. Brandenburgische Beratungsgesellschaft f√ľr Stadterneuerung und Modernisierung mbH
Alexandra Valentin,
Jens Bieker
Behlertstraße 3a Haus G
14467 Potsdam

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